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Energetische Verwertung

Abfälle sind nach § 4 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz in erster Linie zu vermeiden und in zweiter Linie stofflich oder energetisch zu verwerten. Die energetische oder thermische Verwertung spielt eine wesentliche Rolle für die Abfallwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Aktuell werden in 70 Müllverbrennungsanlagen in Deutschland rund 19,1 Millionen Tonnen Abfälle verbrannt.

In einem Müllheizkraftwerk wird der Energieinhalt der Abfälle zur Erzeugung von Strom oder Fernwärme genutzt.

Das Müllheizkraftwerk in Iserlohn wurde 1970 errichtet. In den Jahren 1994 bis 1996 wurde es umfassend optimiert. Es gehört heute zu den modernsten Anlagen dieser Art in Europa. Bereits damals wurde mit dem Anschluss an die Fernwärmeleitung des Müllheizkraftwerkes an das Verteilnetz der Stadtwerke Iserlohn der Grundstein für eine sichere und umweltfreundliche Versorgung der Stadt Iserlohn mit "Wärme aus Abfall" gelegt. Durch die Fernwärmenutzung werden mehr als 12 Millionen Liter Heizöl eingespart. Jahr für Jahr!

Durch den Betrieb von zwei Turbinen liefert das MHKW Iserlohn einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung im nördlichen Märkischen Kreis. Gäbe es die Abfallverbrennung in Iserlohn nicht, müssten jedes Jahr mehr als 30.000 t Steinkohle verbrannt werden.

Zum wiederholten Mal wurde dem MHKW Iserlohn von unabhängiger Stelle bestätigt, dass das MHKW eine ausgesprochen günstige Energiebilanz hat: Das sogenannte Energieeffizienzkriterium, die R1-Formel, für Altanlagen wird bei weitem überschritten.