Deponie Lüdenscheid-Kleinleifringhausen
Die ehemalige Zentraldeponie Lüdenscheid- Kleinleifringhausen liegt in einem sich parallel zur Autobahn A 45 erstreckenden Seitental des Schlittenbaches. Im Osten wird sie durch den Höhenrücken des Wallberges und im Süden durch die Ortschaft Leifringhausen begrenzt.
Die Abfallverfüllung begann etwa im Jahr 1965 und endete am 31.05.2005. In diesem Zeitraum wurden ca. 3,7 Mio. m³ Hausmüll und inerte Abfallstoffe abgelagert. Die Gesamtfläche der Deponie beträgt 19 ha. Hiervon wurden 14 ha als Deponiefläche genutzt. Ein kleiner Teilbereich der Deponie dient heute noch als Umschlagstelle für Grünabfälle aus dem Kreisgebiet.
Derzeit befindet sich die Deponie in der Stilllegungsphase. Als wesentliches Element der Stilllegung ist der Bau eines Oberflächenabdichtungssystems zu nennen, welches den Eintritt von Niederschlagswasser in den Deponiekörper verhindern soll. Deponiegas, das aus biologischen Umsetzungsprozessen im Deponiekörper stammt, wird über ein Brunnensystem erfasst und über eine Hochtemperaturfackel schadlos beseitigt. Anfallende Sickerwässer werden an eine in der Nähe befindlichen Kläranlage abgeleitet.
Mit dem Bau des Oberflächenabdichtungssystems findet auch eine Begrünung des Standortes statt. Es werden sowohl Wiesen- als auch Sukzessionsflächen angelegt.
Nach Abschluss der Stilllegungsmaßnahmen fügt sich die Deponie in das umgebende Landschaftsbild ein und ist als solche optisch nicht mehr zu erkennen.
In den bereits fertig gestellten Bereichen findet eine weidewirtschaftliche Nutzung durch Schafe und Ziegen statt.
Im Anschluss an die Stilllegung folgt die sogenannte Nachsorgephase, in der die Deponie anhand eines umfangreichen Überwachungsprogramms weiterhin überwacht wird.
Erst nach Abklingen der in der Deponie stattfindenden Umsetzungsprozesse kann das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Das wird circa im Jahre 2050 der Fall sein.

- Bau der Abdichtung der Oberfläche und Einbau des Rekultivierungsbodens
